Nach der schlimmen Niederlage gegen Dielingen standen mit Isenstedt der kommende Meister und mit dem FC Lübbecke ebenfalls eine Mannschaft von ganz weit oben auf dem Programm.

Gegen den SC Isenstedt stellten wir taktisch etwas um, ohne uns jedoch auf das reine verteidigen verlegen zu wollen. Dies gelang auch gut und wir schoben die Räume immer sehr gut zu. Außerdem gelang es uns im Zentrum regelmäßig zu doppeln. So hatte der SC Isenstedt zwar deutlich mehr Spielanteile als wir aber die wirklich großen Torchancen konnten sie sich nicht herausspielen. Dennoch war es dann der eine „Zauberpass“ der uns Mitte der ersten Halbzeit doch den Gegentreffer einbrachte. Mit einem 0:1 ging es dann auch in die Halbzeit.

Wir kamen direkt mit Vollgas aus der Kabine und erspielten uns innerhalb von wenigen Minuten zwei Torchancen, die man einfach verwerten muss. Doch wenn man unten steht, hat man einfach die Seuche im Fuß. Beide Chancen wurden vergeben und weckten den Gegner auch wieder aus seinem Minutenschlaf aus. Es entwickelte sich eine harte aber nicht unfaire Kreisliga-A-Partie. Dennoch entschied der Schiedsrichter nach einem Foul von Onur auf rote Karte. Sicherlich eine sehr harte Entscheidung. Gelb wäre aus meiner Sicht ausreichend gewesen. Die Unterzahl brachte unseren Gegner dann richtig ins Spiel und somit konnte Isenstedt in wenigen Minuten auf 0:3 erhöhen. Dabei blieb es dann auch bis zum Ende. Richtig bitter wurde es aber kurz vor Schluss mit der roten Karte gegen Ozan wegen Notbremse. Ebenfalls sehr sehr sehr hart weil kaum Berührung vorlag und ein weiterer Spieler von uns auf Ballhöhe gelaufen war und eine Notbremse somit nicht zwingend vorlag. Die Spielregel gibt eine solche Entscheidung aber wohl her. Kann man wenig machen aber muss man halt für die Zukunft draus lernen, dass man den Gegenspieler bei einem solchen Spielstand dann einfach lieber laufen lässt.

Gegen den FC Lübbecke gingen wir mit einer ziemlich durcheinander gewürfelten Mannschaft auf den Platz. So fehlten uns insgesamt 7 Spieler (fast ausschließlich Stammspieler). Versuche das Spiel im Vorfeld zu verschieben hatten leider nicht geklappt. Wenigstens gelang es durch einige Schichttauschaktionen, dass beim Anstoss 11 Spieler und Trainerteam auf und am Platz standen. So gaben mit Victor Vogel und Fabian Heidemann zwei Spieler ihr Debut bzw. Comeback nach mehrmonatiger Pause.

So stellten wir zum ersten Mal in meiner Amtszeit auf Libero um. In der Abwehr funktionierte das eigentlich gar nicht schlecht aber Lübbecke nutzte natürlich durch ihre Viererkette fast durchgehend ihre entstandene Überzahl auf den Außen. So kriegten wir im Mittelfeld kaum Zugriff auf die Männer und wurden stark hintenrein gedrängt. Lübbecke präsentierte sich in dieser Zeit sehr zielstrebig mit viel Zug zum Tor aber wenig Glück im Abschluss. So lagen wir nach 35 Minuten verdient mit 2:0 hinten. Ein Alleingang vom FCL in Kombination mit nicht-existenten Zweikampfverhalten und eine direkt verwandelte Ecke brachten uns in die äußerst schwierige Situation. Glücklicherweise gelang uns kurz vor der Halbzeit nach einem schnell vorgetragenen Konter durch Andi Derksen der Anschlusstreffer. Direkt gingen die Köpfe hoch und die Mannschaft glaubte wieder an sich.

In der Halbzeit stellten wir wieder auf Viererkette um, um auch auf den Außen wieder präsenter zu sein. Dies gelang in Halbzeit 2 auch sehr gut. Direkt nach Wiederanpfiff hatten wir direkt die Chance durch Ali Ali Oglou zum Ausgleich. Leider wurde diese Chance verpasst und es entwickelte sich ein komplett ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Leider war dann eine Viertelstunde vor Schluss wieder ein Spieler vom FC Lübbecke zur Stelle und köpfte zur 3:1 Entscheidung ein. Dabei blieb es dann bis zum Ende.

Der Sieg für den FCL muss vor allem aufgrund der ersten Halbzeit als verdient angesehen werden. In der zweiten Hälfte waren wir mehr oder minder auf Augenhöhe aber dafür können wir uns nichts kaufen. Dennoch  können wir aufbauen. Leider werden aber  die Spiele bis zum Saisonende immer weniger und wir müssen dringend punkten in den nächsten Spielen.