Am gestrigen Sonntag stand das lang erwartete Abstiegskampfduell zwischen uns und dem TuS Levern auf dem Programm. Durch die zwei Siege gegen Fabbenstedt und BWO konnten wir den 6-Punkte Rückstand egalisieren und haben durch das eine Woche zuvor ausgefallene Derby gegen den TuS Tengern III auch noch ein Spiel in der Hinterhand. Wir gingen also mit einem leichten psychologischen Vorteil in die Partie.

Wir kamen auch direkt gut rein und erspielten uns die ein oder andere gute Torchance. Auch die Spielanteile lagen zu diesem Zeitpunkt fast ausschließlich bei uns. So dauerte es auch nur 7 Spielminuten bis Sandor Badal eine tolle Angriffskombination zur 1:0 Führung verwertete. So hätte es gerne weitergehen können. Mit dem Treffer veränderte sich das Bild jedoch vollständig. Wir wurden nachlässig in den Zweikämpfen und im Aufbauspiel und konnten uns dann nach einigen guten Gelegenheiten der Leverner über den Ausgleich in der 18. Minute nun wirklich nicht beschweren. Zu allem Überfluss verletzte sich unser Rechter Außenverteidiger Michael Ketler in der Situation auch noch, so dass wir schon nach 20 Spielminuten das erste Mal wechseln mussten. Keine angenehme Situation.

In der Folge kamen wir wieder etwas besser ins Spiel, ohne jedoch an das Niveau der ersten 10 Minuten anzuknüpfen. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Beide Teams vergaben eine Großchance (Levern schoss einen Freistoss aus 20m an die Latte und wir vertändelten einen Fast-Alleingang aufs Tor ziemlich kläglich).

In der Halbzeit fielen somit einige deutliche Worte und spätestens jetzt schienen alle die Ernsthaftigkeit der Lage zu realisieren. So kamen wir nach einer weiteren kläglich vergebenen Torchance direkt nach Wiederanpfiff schon in der 49. Minute zur erneuten Führung durch Kaoa Omar. Das gab uns Sicherheit in unserem Spiel und wir ließen Levern nun deutlich weniger Spielraum. So muss die 3:1 Führung von Sandor Badal in der 63. Minute als mehr als verdient angesehen werden. Wer jetzt eine Packung für unseren Gegner erwartete, lag jedoch vollständig falsch. Wir schalten wieder einmal einen Gang zurück und versuchen das Ergebnis nur noch zu verwalten. So ermöglichten wir dem TuS Levern insgesamt 3 riesige Torchancen, die jedoch allesamt zu unserem Glück vergeben wurden. Wenn man in so einer Phase unaufmerksam ist, dann kann ein ganzes Spiel kippen (siehe unsere Partie gegen den VFB Fabbenstedt). An diesem Tag war das Glück jedoch auf unserer Seite und so überstanden wir auch diese Phase unbeschadet und konnten kurz vor Schluss noch auf 4:1 durch Andi Derksen erhöhen.

Allen Beteiligten war die Erleichterung über diesen letztendlich verdienten Sieg deutlich anzumerken. Nun gehen wir mit einem kleinen Vorsprung in die letzten Partien. Wie schnell so einer aufgebraucht ist, haben aber wir selbst erleben können. Also weiter VOLLGAS !!!

SVHO vs. BWO – Derbyzeit in Hüllhorst. Nach der so schlimmen Hinspielniederlage wollten wir dieses Mal unbedingt etwas mitnehmen. Betankt mit frischem Selbstbewusstsein aus dem Fabbenstedtspiel, kamen wir diesen Sonntag auch deutlich besser in die Partie als die Woche zuvor. Wir standen gut und erspielten uns auch die ein oder andere Torchance. Leider verpassten wir jedoch zwei gute Gelegenheiten, da wir beim letzten Zuspiel stets zu unkonzentriert agierten. Mit zunehmender Spielzeit wurde aber auch das Spiel unseres Gegners aus Oberbauerschaft deutlich stabiler und souveräner. So gehörte dem Team dann auch die Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit fast komplett. In dieser Phase verloren wir fast jeden Zweikampf und kassierten fast folgerichtig das 0-1 in der 41. Spielminute. Da fehlte einfach die Abstimmung in der Hintermannschaft, so dass Jack Baldin fast ungestört einköpfen konnte. Genauso viel Sorgen machte jedoch auch unsere Offensive, da wir es fast nur mit hohen Bällen probierten. Das kann man gegen Ende des Spiels bei Rückstand so machen aber nicht in der ersten Halbzeit.

Nach dem Pausentee und einigen Umstellungen dann ein ganz anderes Bild. Wir spielten mit kurzen und vor allem flachen Pässen gezielt in die Spitze und erzielten direkt den 1:1 Ausgleich durch unseren Goalgetter Kaoa Omar. BWO war geschockt und wir zogen endlich unser Spiel auf, das uns schon gegen den VFB Fabbenstedt ausgezeichnet hatte. Wir strahlten Dominanz aus, störten jedes Zuspiel unseres Gegners direkt und kamen durch 2 schnelle Tore von Andi Derksen zu einer verdienten 3:1 Führung. Diese hätten wir durch Verwandlung zweier 100%iger auf 5:1 hochschrauben MÜSSEN. Aber wie das immer so ist, wir sind zu fahrlässig und kassieren dann fast im Gegenzug den 3:2 Anschlusstreffer. Einigen schwante übles doch unsere Mannschaft blieb cool und erzielte wiederum im direkten Gegenzug die 4:2 Entscheidung. Nach einem langen Ball auf unsere linke Angriffsseite patzte der ansonsten starke Torwart von BWO bei der Ballannahme, so dass Michele Braunsberger mehr oder minder nur noch einschieben brauchte. Das war dann zugleich auch der Endstand.

Nächste Woche gehen die Derbywochen mit dem Spiel beim TuS Tengern III in die zweite Runde. Dort müssen wir wieder alles in die Waagschale werfen um wiederum erfolgreich zu sein.  

Nach der schlimmen Niederlage gegen Dielingen standen mit Isenstedt der kommende Meister und mit dem FC Lübbecke ebenfalls eine Mannschaft von ganz weit oben auf dem Programm.

Gegen den SC Isenstedt stellten wir taktisch etwas um, ohne uns jedoch auf das reine verteidigen verlegen zu wollen. Dies gelang auch gut und wir schoben die Räume immer sehr gut zu. Außerdem gelang es uns im Zentrum regelmäßig zu doppeln. So hatte der SC Isenstedt zwar deutlich mehr Spielanteile als wir aber die wirklich großen Torchancen konnten sie sich nicht herausspielen. Dennoch war es dann der eine „Zauberpass“ der uns Mitte der ersten Halbzeit doch den Gegentreffer einbrachte. Mit einem 0:1 ging es dann auch in die Halbzeit.

Wir kamen direkt mit Vollgas aus der Kabine und erspielten uns innerhalb von wenigen Minuten zwei Torchancen, die man einfach verwerten muss. Doch wenn man unten steht, hat man einfach die Seuche im Fuß. Beide Chancen wurden vergeben und weckten den Gegner auch wieder aus seinem Minutenschlaf aus. Es entwickelte sich eine harte aber nicht unfaire Kreisliga-A-Partie. Dennoch entschied der Schiedsrichter nach einem Foul von Onur auf rote Karte. Sicherlich eine sehr harte Entscheidung. Gelb wäre aus meiner Sicht ausreichend gewesen. Die Unterzahl brachte unseren Gegner dann richtig ins Spiel und somit konnte Isenstedt in wenigen Minuten auf 0:3 erhöhen. Dabei blieb es dann auch bis zum Ende. Richtig bitter wurde es aber kurz vor Schluss mit der roten Karte gegen Ozan wegen Notbremse. Ebenfalls sehr sehr sehr hart weil kaum Berührung vorlag und ein weiterer Spieler von uns auf Ballhöhe gelaufen war und eine Notbremse somit nicht zwingend vorlag. Die Spielregel gibt eine solche Entscheidung aber wohl her. Kann man wenig machen aber muss man halt für die Zukunft draus lernen, dass man den Gegenspieler bei einem solchen Spielstand dann einfach lieber laufen lässt.

Gegen den FC Lübbecke gingen wir mit einer ziemlich durcheinander gewürfelten Mannschaft auf den Platz. So fehlten uns insgesamt 7 Spieler (fast ausschließlich Stammspieler). Versuche das Spiel im Vorfeld zu verschieben hatten leider nicht geklappt. Wenigstens gelang es durch einige Schichttauschaktionen, dass beim Anstoss 11 Spieler und Trainerteam auf und am Platz standen. So gaben mit Victor Vogel und Fabian Heidemann zwei Spieler ihr Debut bzw. Comeback nach mehrmonatiger Pause.

So stellten wir zum ersten Mal in meiner Amtszeit auf Libero um. In der Abwehr funktionierte das eigentlich gar nicht schlecht aber Lübbecke nutzte natürlich durch ihre Viererkette fast durchgehend ihre entstandene Überzahl auf den Außen. So kriegten wir im Mittelfeld kaum Zugriff auf die Männer und wurden stark hintenrein gedrängt. Lübbecke präsentierte sich in dieser Zeit sehr zielstrebig mit viel Zug zum Tor aber wenig Glück im Abschluss. So lagen wir nach 35 Minuten verdient mit 2:0 hinten. Ein Alleingang vom FCL in Kombination mit nicht-existenten Zweikampfverhalten und eine direkt verwandelte Ecke brachten uns in die äußerst schwierige Situation. Glücklicherweise gelang uns kurz vor der Halbzeit nach einem schnell vorgetragenen Konter durch Andi Derksen der Anschlusstreffer. Direkt gingen die Köpfe hoch und die Mannschaft glaubte wieder an sich.

In der Halbzeit stellten wir wieder auf Viererkette um, um auch auf den Außen wieder präsenter zu sein. Dies gelang in Halbzeit 2 auch sehr gut. Direkt nach Wiederanpfiff hatten wir direkt die Chance durch Ali Ali Oglou zum Ausgleich. Leider wurde diese Chance verpasst und es entwickelte sich ein komplett ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Leider war dann eine Viertelstunde vor Schluss wieder ein Spieler vom FC Lübbecke zur Stelle und köpfte zur 3:1 Entscheidung ein. Dabei blieb es dann bis zum Ende.

Der Sieg für den FCL muss vor allem aufgrund der ersten Halbzeit als verdient angesehen werden. In der zweiten Hälfte waren wir mehr oder minder auf Augenhöhe aber dafür können wir uns nichts kaufen. Dennoch  können wir aufbauen. Leider werden aber  die Spiele bis zum Saisonende immer weniger und wir müssen dringend punkten in den nächsten Spielen.

Aufgrund der Hochzeit des Fabbenstedter Mannschaftskapitäns am Vorabend wurde das Spiel auf 17 Uhr gelegt. Trotz der sportlich prekären Situation haben wir uns entschlossen dem Gegner hier entgegen zukommen – man sieht sich schließlich immer 2 Mal im Leben – mindestens.

So richtig wach waren wir jedoch irgendwie trotzdem nicht. Schon nach 10 Minuten lagen wir mit 2:0 hinten. Beide Tore waren gut herausgespielt und wir hatten dem nur wenig entgegen zu setzen. Wenigstens waren wir nun wach und erspielten uns auch die ein oder andere Torchancen. Die größeren Spielanteile lagen jedoch auch weiterhin beim VFB Fabbenstedt. Wirklich große Torchancen gab es jedoch nicht zu überstehen und so ging es mit diesem verdienten 2-Torerückstand auch in die Kabine.

Mit offensiverer Grundausrichtung als zuvor, wollten wir den frühen Anschlusstreffer erzielen. Doch wieder wurden wir auf dem falschen Fuß erwischt und kassierten nur wenige Minuten nach der Halbzeit das 3:0. Das Spiel schien gelaufen und Fabbenstedt konzentrierte sich nun mehr aufs verwalten. Trotzdem waren sie bei einem Einwurf auf unserer Strafraumhöhe dann diesen einen Tick zu weit aufgerückt und wir spielten nach Balleroberung zielstrebig und schnell in die Spitze. Dabei wurde unser Stürmer Kaoa Omar vom gegnerischen Torwart im Strafraum gefoult. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter und rote Karte wegen Notbremse. So kamen wir per Strafstoß, verwandelt durch Ali Ali Oglou, endlich zu unserem ersten Treffer. Fabbenstedt war gezwungen einen Feldspieler ins Tor zu stellen und wir begannen ENDLICH mit dem Fussball spielen. Die spielerisch stärkste Viertelstunde dieser Saison machte aus einem 3:0 Rückstand eine 3:4 Führung. Die Tore erzielten Michele Braunsberger und 2x Andi Derksen. Danach reduzierten wir das Risiko und nahmen einen Offensivgang zurück, blieben aber stets gefährlich. Doch auch Fabbenstedt ließ mit einem Schuß ans Lattenkreuz kurz vor Schluss nochmal aufhorchen. Mit dem letzten Angriff des Spiels erhöhten wir in der Nachspielzeit auf 3:5.

Ein so unendlich wichtiger Sieg im Abstiegskampf, mit dem wir den Rückstand auf Levern auf 3 Punkte verkürzen konnten. Nächste Woche steht dann das Derby gegen Blau-Weiss Oberbauerschaft an. Dort müssen wir von der ersten Minute an wach sein. Jeder hat gesehen, was möglich ist wenn wir an uns glauben.

Das Auswärtsspiel in Dielingen hätte nicht bitterer laufen können. Uns das obwohl wir uns mit dem erstmaligen Einsatz von Andi Derksen nach seiner Verletzungspause uns durchaus mehr Offensivpower ausrechneten. Und dies bestätigte sich auch.

Nach einer Abtastphase in den ersten Spielminuten nahmen wir zunehmend das Heft in die Hand und erspielten uns einige Torchancen. Doch auch Dielingen war nicht torungefährlich, vornehmlich jedoch durch Standardsituationen. So fiel dann leider auch das erste Gegentor nach einer Ecke. Hier haben wir schlicht untergreifend einfach nicht aufgepasst und waren nicht eng genug an den Männern. Ob es sich hierbei um Abseits handelte, konnte ich aus meiner Entfernung nicht beurteilen. In der Folge wurden wir immer torgefährlicher und hätten mindestens den Ausgleich erzielen müssen. Inmitten unserer stärksten Drangphase konterte Dielingen dann zur 0:2 Führung. Damit ging es dann in die Halbzeit. Richtig bitter wenn man so zurückliegt obwohl man eigentlich eine richtig gute Leistung abgeliefert hatte. 

Wir nahmen uns vor direkt anzugreifen um ein schnelles Tor zu erzielen. Doch leider ließen wir unsere Zielstrebigkeit aus der ersten Hälfte vermissen und ließen mehr zu als nötig. So war es dann ausgerechnet eine direkt verwandelte Ecke die uns das Genick brach. Als sich dann noch Willi Peters ohne Fremdeinwirkung des Gegners brutal schwer verletzte war die letzte Konzentration hinüber. Wir wünschen dir alles Gute Willi und hoffen, dass du dich hoffentlich bald wieder einigermaßen auf den Beinen bist. Gute Besserung !!!

Die Folge waren vier weitere Gegentore und ein Endergebnis, dass dem Spielverlauf in der ersten Halbzeit ganz und gar nicht gerecht wird. Dennoch darf es einfach nicht passieren, dass man sich derart abschlachten lässt nur weil das Spiel mit dem 3. Gegentor entschieden war. Das war leider ganz ganz schwach!!! Gegen den kommenden Meister SC Isenstedt müssen wir uns anders präsentieren.

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